Geheimsprachen. Bei Stefan George und anderswo
In der voluminösen Stefan George Biographie von Thomas Karlauf (der Link zum Verlag hier) findet sich auf den Seiten 61 bis 63 der Hinweis auf eine von George entwickelte und genutzte Geheimsprache, die heute nur mehr in den beiden Schlusszeilen des Gedichts "Ursprünge" überliefert ist (bei Karlauf auf Seite 63 abgedruckt). George hatte diese Sprache in seiner Schulzeit entwickelt (hatte allerdings schon als Kind mit sowas experimentiert). Dabei fiel mir wieder ein, dass mein Großvater mir mal erzählt hat, dass es so eine "Geheimsprache" auch in unserer Familie gab. Darin unterhielt man sich bspw. im Wirtshaus, wenn man nicht wollte, dass andere mithören wollte. Ich habe meinen Großvater noch selbst in dieser Sprache sprechen hören. Diese basierte auf einen Vokaltausch, als Kind fand ich das recht lustig, nur leider hat vor dem Tod des Großvaters niemand diese Sprache mit den Regelungen aufgezeichnet. Nun bin ich kein Volkskundler, aber ich denke mir, dass das nicht so selten gewesen sein kann. Gibts dazu irgendwelche Hinweise aus diesem Bereich der bäuerlichen Kultur?
hhsta - 15. Jan, 17:09





