Nachlese zum Symposion „Digitale Langzeitarchivierung“ Digitale Informationen nutzen und sicher auf diese zugreifen – auch in 200 Jahren!? am 18. April 2007 in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien
Das gemeinsam vom Bundeskanzleramt, dem Österreichischen Staatsarchiv und der Österreichischen Nationalbibliothek veranstaltete Symposion erbrachte vor allem ein Ergebnis: Die Einsicht, dass die digitale Langzeitarchivierung von Daten ein Problem sein wird, dass Bund, Länder und Gemeinden treffen wird und großer finanzielle Anstrengungen bedarf, scheint vorhanden. Allein die Teilnehmeranzahl, die bei über 200 Personen lag, macht dies deutlich.
Die einzelnen Vorträge waren in ihrer Wichtigkeit oder besser gesagt wissenschaftlichen Aussagekraft von unterschiedlicher Eindrücklichkeit. Einiges war altbekannt, die Wiederholung von bereits oft gesagtem, manches war vielleicht eher neu und zukunftsorientiert. Ich verweise dazu auf die Beiträge und die Nachlese des Symposions auf den Webseiten des Bundeskanzleramtes, das die Präsentationen bereithält. Auffallend aber nach wie vor, dass es keine vernünftigen Kostenschätzungen gibt. Der einzige Beitrag, der sich damit befasste, war meiner Meinung nach nicht in der Lage vernünftige Kostenschätzungen oder Szenarien für Schätzungen anzubieten.
Was vor allem bleibt ist meiner Meinung nach die Einsicht, dass in vielen Bereichen planlos digitalisiert wird. Es macht wohl wenig Sinn, wenn bspw. jede Bibliothek ihr Exemplar des „Codex Austriacus“ digitalisiert. Hier entsteht dann mit Verlaub gesagt, nur digitaler Schrott. Überhaupt, man sollte, vor allem als Archivar, bedenken, dass vieles was heute digital im Web, auf Festplatten, auf großen Speicheranlagen vorhanden ist, nichts anderes als Skartiermaterial ist, um den klassischen Fachausdruck dafür zu verwenden. Ein weiterer Punkt, der mir besonders aufgefallen ist, ist die immer wieder kehrende terminologische Vermengung von Archiv und Bibliothek. Bibliotheken neigen ja gerne dazu, sich so nebenbei auch als Archiv zu bezeichnen oder Archive zu führen. Im klassischen Sinne sind diese Einrichtungen alles, nur kein Archiv. Lassen wir es doch bei Bibliothek oder Sammlung bewenden. Die Gefahr besteht nun darin, dass vor allem politische Entscheidungsträger es nicht immer schaffen diese Termini genau auseinander zuhalten. Genau hier besteht nun unsere Aufgabe dies, und ich spreche hier vor allem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Archiven an, klar und deutlich zu formulieren und unsere Ansprüche und Forderungen zu artikulieren. Denn dies, so hat auch dieses Symposion gezeigt, können die Bibliotheken bereits sehr gut.
Die einzelnen Vorträge waren in ihrer Wichtigkeit oder besser gesagt wissenschaftlichen Aussagekraft von unterschiedlicher Eindrücklichkeit. Einiges war altbekannt, die Wiederholung von bereits oft gesagtem, manches war vielleicht eher neu und zukunftsorientiert. Ich verweise dazu auf die Beiträge und die Nachlese des Symposions auf den Webseiten des Bundeskanzleramtes, das die Präsentationen bereithält. Auffallend aber nach wie vor, dass es keine vernünftigen Kostenschätzungen gibt. Der einzige Beitrag, der sich damit befasste, war meiner Meinung nach nicht in der Lage vernünftige Kostenschätzungen oder Szenarien für Schätzungen anzubieten.
Was vor allem bleibt ist meiner Meinung nach die Einsicht, dass in vielen Bereichen planlos digitalisiert wird. Es macht wohl wenig Sinn, wenn bspw. jede Bibliothek ihr Exemplar des „Codex Austriacus“ digitalisiert. Hier entsteht dann mit Verlaub gesagt, nur digitaler Schrott. Überhaupt, man sollte, vor allem als Archivar, bedenken, dass vieles was heute digital im Web, auf Festplatten, auf großen Speicheranlagen vorhanden ist, nichts anderes als Skartiermaterial ist, um den klassischen Fachausdruck dafür zu verwenden. Ein weiterer Punkt, der mir besonders aufgefallen ist, ist die immer wieder kehrende terminologische Vermengung von Archiv und Bibliothek. Bibliotheken neigen ja gerne dazu, sich so nebenbei auch als Archiv zu bezeichnen oder Archive zu führen. Im klassischen Sinne sind diese Einrichtungen alles, nur kein Archiv. Lassen wir es doch bei Bibliothek oder Sammlung bewenden. Die Gefahr besteht nun darin, dass vor allem politische Entscheidungsträger es nicht immer schaffen diese Termini genau auseinander zuhalten. Genau hier besteht nun unsere Aufgabe dies, und ich spreche hier vor allem die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Archiven an, klar und deutlich zu formulieren und unsere Ansprüche und Forderungen zu artikulieren. Denn dies, so hat auch dieses Symposion gezeigt, können die Bibliotheken bereits sehr gut.
hhsta - 25. Apr, 21:30





