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Archiv

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Archiv

12
Jun
2008

E-Texte auf der Homepage von Monasterium.net

Auf der Homepage von Monasterium sind einige Texte als pdf abrufbar, unter anderem von Stefan Sonderegger über das St. Gallener Urkundenbuch, Andreas Zajic über das Dominikanerinnenkloster Imbach, Susanne Fritsch über Bestandsbildung in österreichischen Ordensarchiven, etc. Zu finden sind die Texte hier.

26
Apr
2008

25
Apr
2008

Rezension zu Helen Forde, Preserving Archives

Schon vor einiger Zeit erschienen ist meine Rezension zu Helen Fordes Buch "Preserving Archives
(= Principles and Practice in records management and archives). London: Facet Publishing 2007, 320 S.
Bezeichnenderweise habe ich es in den "MITTEILUNGEN DER VEREINIGUNG ÖSTERREICHISCHER
BIBLIOTHEKARINNEN & BIBLIOTHEKARE" publiziert, pdf der Zeitschrift gibt es hier.

29
Mrz
2008

Archivansichten

Beim Stöbern in Flohmärkten findet man doch ab und an Ansichtskarten, die Archive oder archivische Motive zeigen. Ich stelle die, die ich bis jetzt habe, hier mal online.

Da wäre das Ungarische Staatsarchiv in Budapest, ein auch im Inneren interessantes Gebäude, ist doch das Stiegenhaus als Bebilderung der ungarischen Geschichte gestaltet. Außen ein neogotisches GebäudeUngarisches-Staatsarchiv

Das Heilbronner Archiv sieht heute etwas anders aus, früher war es mal in diesem Gebäude untergebracht:
Archiv-Heilbronn

Vom Archiv in Lüneburg im Rathaus gibt es eine Innenansicht des alten ArchivsArchiv-Lueneburg

Das städtische Archiv in Mühlhausen in Thüringen habe ich bisher nur in einer Innenansicht gefunden:
Archiv-Muehlhausen

Ganz anders präsentiert sich das Staatsarchiv von Finnland in Helsinki, hier ein Bau, der Selbstbewußtsein ausstrahlen soll

Helsinki-Staatsarchiv

Auch das Archiv von Posen (Poznán) sieht interessant aus, ist es doch hier im Schloss untergebracht
Archiv-Posen

Derjenige, der die Karte geschrieben hat, scheint auch im Archiv als Benutzer gewesen zu sein
Archiv-Posen-Rueckseite

Auch die Klassik Stiftung Weimar ist bei mir vertreten
schiller-und-goethearchiv-weimar

Das Staatsarchiv Wolfenbüttel war früher in der Kanzleistraße untergebracht, da gibt es auch eine Ansicht

archiv-wolfenbuettel

Ein neuer Archivbau in der Schweiz wäre das Archiv Zürich Stadt, ein tolles Gebäude, 2007 eröffnet, man sieht hie rgut den Neubau, der am alten Baubestand andocktArchiv-Zuerich

Interessant auch die Verwendung von Archivmotiven auf Notgeld, wie hier in Mühlhausen in Thüringen
Notgeld-Muehlhausen-mit-Archivmotiv
Der Satz über das Archiv ist doch sehr nett und erfüllt so manches Klischee.
Auf der Rückseite ein Archivstück aus dem 30jährigen Krieg
Notgeld-Muehlhausen-mit-Archivmotiv-Rueckseite

Auch die Stadt Rinteln wirbt mit einem Archivmotiv für Vertrauen in ihr Notgeld
Notgeld-Rinteln-mit-Archivhaeuschen-Muenchhausen

Wobei die Rückseite des Notgelds dieses Vertrauen doch eher Lügen straft...
Notgeld-Rinteln-mit-Archivhaeuschen-Muenchhausen-Rueckseite

22
Dez
2007

Die "Archivalien des Monats" gesammelt als PDF

Das Jahr ist zu Ende, damit bietet das Österreichische Staatsarchiv die "Archivalie des Monats" nun auch gesammelt als pdf zum Download an. Zu finden hier.

7
Dez
2007

DLM Lissabon - Präsentationen online

Die Präsentationen des DLM Members Meeting in Lissabon sind nun online unter http://dlmforum.typepad.com/dlm/2007/12/below-are-the-p.html

Kann man nur empfehlen, sind einige echt gute Sachen dabei.

29
Nov
2007

Tagungsreigen im Österreichischen Staatsarchiv: Projekt-Cluster – Jüdisches Heiliges Römisches Reich

Der Tagungsreigen geht weiter, Haus-, Hof- und Staatsarchiv und Jüdisches Museum Wien proudly cohost:

3. Arbeitsgespräch

9./10. Dezember 2007

im

Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1
1010 Wien

und im

Jüdischen Museum Wien
Dorotheergasse 11
1010 Wien

Unter der Überschrift „Imperiales Angebot und jüdische Nachfrage“ behandelt das dritte Arbeitsgespräch des Projekt-Clusters „Jüdisches Heiliges Römisches Reich“ (JHRR) schwerpunktmäßig die Beziehungen zwischen dem Kaiser sowie dem Reichshofrat auf der einen Seite, letzterer in seiner Doppelfunktion als eines der beiden obersten Reichsgerichte und als kaiserliche Beratungs-, Regierungs- und Verwaltungsinstitution, und auf der anderen Seite der jüdischen Bevölkerung des Römisch-Deutschen Reichs. Vorgestellt werden die laufenden Projekte zur Erschließung der archivalischen Überlieferung des Reichshofrats sowie exemplarische Fallstudien zu Schnittstellen imperialer Herrschaftspraxis und jüdischer Lebenswelt. Neben dem Schwerpunktthema greift der Workshop das Thema „Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte“ erneut auf und stellt zwei neue Themenkomplexe zur Diskussion: „Jüdische Geschichte als Sakralgeschichte. Austausch und Konfrontation“ sowie „Die jüdische Geschichte des Heiligen Römischen Reichs, Polen-Litauens und der Habsburgermonarchie im Vergleich“.

Das Projekt-Cluster JHRR geht aus der mehrjährigen Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Judaistik/Religionswissenschaften an der Universität Erfurt, dem Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte in Frankfurt am Main und dem Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig zur Erforschung der jüdischen Geschichte des Römisch-Deutschen Reichs hervor und versteht sich als lockerer Verbund von Einzelprojekten. Der Diskussion dienen die dreimal jährlich, vornehmlich in Frankfurt und Wien veranstalteten Arbeitstreffen. Die jüdische Geschichte des Alten Reichs stellt die Forschung vor mindestens ebenso große Rätsel wie die Geschichte des Reichs selbst. Ziel des Projekt-Clusters JHRR ist eine integrierte Neuinterpretation. Die Herausforderung liegt in der Beantwortung der Frage, ob die Geschichte der Juden im Römisch-Deutschen Reich mehr darstellt als die bloße Summe letztlich nicht miteinander verbundener Teilgeschichten. Dabei geht das Projekt-Cluster JHRR von der Annahme aus, dass die jüdischen Lebenswelten im Römisch-Deutschen Reich nur als Teil dieser politisch, sprachlich, sozial und religiös hochgradig heterogenen, imperial überwölbten Herrschafts-, Rechts- und Gesellschaftsordnung verstanden werden kann.

Bei dem Versuch, die Juden als Individuen und als Gruppe in diesem strukturell vielschichtigen Gemeinwesen zu verorten, werden jüdische Handlungsspielräume als Zwischenräume zwischen den verschiedenen Ebenen der Herrschaft und des Rechts begriffen. Der Fokus der Forschung liegt auf zwei ineinander greifenden Konstellationen: Schwerpunkt sind zum einen die Beziehungen zwischen jüdischem Binnenraum und nicht-jüdischer Umwelt, zum anderen das Spannungsverhältnis zwischen Landesherrschaft und den imperialen, durch Kaiser und Reich bestimmten Rahmenbedingungen jüdischer Existenz.

Ansatzpunkt für das Ausloten jüdischer Handlungsräume sind die Rechtsverhältnisse der Juden. Wenn danach gefragt wird, vor welchen Foren Juden welche Prozesse führten, auf welcher Rechtsgrundlage diese Foren ihre Entscheidungen fällten und welche Rechtsquellen die für Juden maßgeblichen Normen hervorbrachten, wird deutlich, dass die Parameter jüdischer Handlungsspielräume nicht unilateral durch den Kaiser, die Landesherrschaften oder das jüdische Religionsrecht bestimmt wurden, sondern sich relationell aus den zwischen diesen Ebenen der Herrschaft und des Rechts bestehenden Spannungsverhältnissen ergaben.

Programm

Sonntag, den 9. Dezember
10.00 – 18. 30 Uhr
Jüdisches Museum Wien

Begrüßung

Dr. Felicitas Heimann-Jelinek, Jüdisches Museum Wien
Prof. Dr. DDr. h. c. Werner Ogris, Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Hofrat Prof. Dr. Leopold Auer, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Einführung:
Andreas Gotzmann, Erfurt

Sektion I: Imperiales Angebot und jüdische Nachfrage – Projektvorstellungen

10.30- 12.00 Uhr

Die Erschließung der Akten des kaiserlichen Reichshofrats –
Eva Ortlieb, Göttingen/Wien

Die Formierung des Reichshofrats (Karl V., Ferdinand I.) –
Daniela Beyer, Wien

Die Erschließung der jüdischen Betreffe des Reichshofrats –
Stefan Ehrenpreis, Berlin, und Stephan Wendehorst, Wien

Die Überlieferung des fränkischen Kreises als Quelle zur jüdischen
Geschichte Frankens. Möglichkeiten und Grenzen
Gerhard Rechter, Nürnberg

Führung durch das Jüdische Museum Wien

13.00 – 16.00 Uhr

Sektion II: Jüdische Geschichte als Sakralgeschichte. Austausch und Konfrontation

Die Vertreibung der Kitzinger Juden 1763. Ein Konflikt um Konversion und Zwangstaufen im Hochstift Würzburg
Jesko Graf zu Dohna, Castell

Der Eintrag für Karl VI. in das Memorbuch der Wiener Gemeinde
Felicitas Jellinek, Chicago/Wien

Das christliche Gebet für den Kaiser – das jüdische Gebet für den Kaiser
Matthias Kloft, Frankfurt

Kaffee

16.30- 18.00 Uhr

Sektion III: Die jüdische Geschichte des Heiligen Römischen Reichs, Polen-Litauens und der Habsburgermonarchie im Vergleich

Die Toleranzpatente Josephs II. für die jüdische Bevölkerung der Habsburgermonarchie – eine kritische Edition
Louise Hecht, Jerusalem/Olmütz

Roundtable-Diskussion zum Vergleich der jüdischen Geschichte im Römisch-Deutschen Reich und in Polen Litauen
mit
Hans-Jürgen Bömelburg (Giessen), Jürgen Heyde (Halle), Yvonne Kleinmann (Leipzig), Mathias Niendorf (Kiel)

18.00 Uhr

Buchvorstellung
durch Prof. Dr. Thomas Simon, Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien

Juden im Recht.
Neue Zugänge zur Rechtsgeschichte der Juden im Alten Reich
(Beihefte der Zeitschrift für Historische Forschung, 39),
Berlin: Duncker & Humblot, 2007

Montag, den 10. Dezember

Haus-Hof- und Staatsarchiv

9.00 - 13.00 Uhr

Sektion IV: Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte

Die Universitätsimmunitäten in der Frühen Neuzeit als jüdische Räume –
das Beispiel Leipzig
Stephan Wendehorst

Jüdische Migration, ständische Asyl- und Herrschaftsrechte und das Reichsrecht
Karl Härter, Frankfurt

Kaffee

Sektion V: Imperiales Angebot und jüdische Nachfrage – der Kaiser und der Reichshofrat

Die Juden und das Silber – ein Musterprozess der Regierenden Herrn zu Löwenstein-Wertheim vor dem Reichshofrat 1766-1768
Rainer Elkar, München

Kronsteuer und Opferpfennig: Die Verhandlungen um kaiserliche Judensteuern am Reichshofrat
Barbara Staudinger, Wien

Der Reichshofratsprozeß Nürnberg gegen Brandenburg-Bayreuth um den Synagogenbau in Bruck Anfang des 18. Jahrhunderts
Stefan Ehrenpreis, Berlin

Anmeldung:

E-Mail: hhstapost@oesta.gv.at
Tel.: +43-1-53115-2511

Veranstalter:

Haus-, Hof- und Staatsarchiv
Minoritenplatz 1
1010 Wien

Kommission für Rechtsgeschichte Österreichs (KRGÖ)
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
Strohgasse 45/2
1030 Wien

Universität Erfurt
Lehrstuhl für Judaistik – Religionswissenschaft
Nordhäuserstraße 63
99089 Erfurt

Kooperationspartner:

Alexander von Humboldt Stiftung, Bonn

Jüdisches Museum Wien

Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main

Wissenschaftsfonds

28
Nov
2007

Bildbände zur Geschichte der Stadt Linz

Es ist mal Zeit das Stadtarchiv von Linz zu loben, dass federführend zahlreiche zeithistorische Projekte durchgeführt hat und dazu Publikationen vorgelegt hat, die in Österreich wegweisend waren und sind. Ich möchte hier nur das Projekt "Nationalsozialismus in Linz" nennen, mit dem die Stadt sich ihrer Geschichte gestellt hat. Dazu wurden bisher sechs Bücher publiziert, dazu gibts auch einige Videos online auf den Seiten des Stadtarchivs, die man sich ansehen kann.

Nun wurde ein neuer Bildband präsentiert, der sich der Zeit von 1945 bis 1984 widmet. Davor sind bereits zwei Bildbände erschienen:
->"Linz zwischen Revolution und Weltkrieg 1848 - 1918"
->"Linz zwischen Demokratie und Diktatur 1918 - 1945"

Der Link zu den Bildbänden findet sich hier.

23
Nov
2007

Tag 2 DLM Forum Members Meeting Lissabon

Der Tag beginnt mit Raivo Ruusalepp (Estland) mit "Building Trust in Digital Repositories: Using the DRAMBORA Toolkit" Link unter:
http://www.repositoryaudit.eu/
Ruusalepp kritisiert dabei auch den OAIS Ansatz, der oft viel zu strikt und mit einem "one size fits all" Ansatz vertreten wird. Freut mich, dass er das so sieht, bin ich ganz bei ihm.

Jose Carlos Ramalho spricht über das RODA Projekt, mit dem das portugisische Staatsarchiv auf die Herausforderungen der digitalen Welt reagiert. Das Projekt umfasst auch einen virtuellen Lesesaal. Auch hier gehts um die Kernfragen digitaler Archive: Authentizität, Preservation. Was ist wichtig in Sachen Authentizität? Nach Meinung von Carvalho die Reputation der verwahrenden Stelle und eine umfassende Dokumentation über die zu archivierenden digitalen Objekte.
Portugal verwendet PREMIS als Standard für die Daten, das ja fast alles beim AIP vorgibt.
Submission Contract: Wichtig als Vereinbarung zwischen Produzenten und Archiv. Besser noch: Das Archiv schreibt dem Produzenten den Submission Contract vor. Die Präsentation zeigt das portugiesische Staatsarchiv auf der Höhe der archivischen Diskussion, die derzeit durch Europa läuft. Hingewiesen sei hier noch auf die vorzügliche Homepage des Roda-Projekts, die eine Unmenge an Informationen bietet.

Das spanische Staatsarchiv präsentiert eine witzige Anwendung, die Google Earth verwendet um die historische Fotosammlung des Archivs mit Google Earth zu verknüpfen. Daran schnließend der Vortrag des britishen Nationalarchivs, wie immer sehr gut. Besonders James Blake gibt danach in der Paneldiskussion wertvolle Hinweise zur Archivierung elektronischer Daten. Auch hier der Hinweis auf die Homepage des TNA, die sich den elektronischen Dokumenten widmet.

22
Nov
2007

DLM Forum Members Meeting Lissabon - Liveberichterstattung

Ich bin derzeit am DLM Members Meeting in Lissabon und werde versuchen davon live zu berichten. Gerade läuft die Begrüßung des portugiesischen Staatsarchivs, gefolgt von Tom Quinlan, Chair des DLM, vom irischen Nationalarchivdlm-opening


Hier das Bild vom Eröffnngs-chair.
Jef Schram (Europäische Kommission) berichtet über die Entwicklungen in Richtung Moreq2 und beginnt mit einem historischen Abriss. Was wurde gemacht: Moreq2 wurde regelmäßig upgedatet, die DLM review group hat regelmäßig gearbeitet, sodass man hofft Anfang 2008 die neuen Empfehlungen fertig zu haben. Schram fordert Engagement bei der Übersetzung in die jeweiligen Sprachen. Am Plan steht auch eine Entwicklung eines XML Schemas für Moreq (wird auch Zeit...).

Atle Sjekkeland, DLM Sekretariat, berichtet über das Programm des Meetings. Betont auch wieder die Wichtigkeit der Übersetzungen, warnt davor "Lost in translation" zu werden.
Abschließend weist Sjekkeland noch auf den DLM Blog hin (gibts auch als google gadget).

Nach den einleitenden Honneurs kommts nun zum ersten Vortrag: Moreq2 Status Report, vorgetragen von Marc Fresko von Serco Consulting. Auch er beginnt wieder mit einem historischen Abriss, hier "Background" genannt. Fresko berichtet, dass Moreq2 knapp vor dem final draft steht, es wurde heftig reviewt, diese Kommentare müssen nun noch eingearbeitet werden. Im Jänner 2008 soll Moreq2 dann an die EU-Kommission übergeben werden.

Was ist neu in Moreq 2?

+Store records directly in classes without files (or don't)
+ Divide files in:
- into volumes
- into sub files
- into volumes and sub-files
- not at all

Neue Records management features:
Non-contentious features
*Distributed systems
*Offline and remote working
*Components
*Automatic extraction of files etc.

Irgendwie wird einem hier Moreq2 als eierlegende Wollmilchsau verkauft. Freudig wird verkündet, dass man Businessprozeße nachvollziehen kann, also den Workflow. Sowas ist ja wohl Minimumstandard! Anyway, Fresko ist ziemlich begeistert von Moreq2 (nanonanet). In der Diskussion taucht die Frage nach den Standards auf, die Moreq2 verwendet, da schleudert der Vortragende ein wenig durch die Antwort. Überraschend.
In der Diskussion taucht die Frage auf, wer all das Testing für Moreq2 bezahlen soll, da der neue Standard extrem angewachsen ist und so viele neue Möglichkeiten bietet, das manche Firmen an der Sinnhaftigkeit zweifeln.

Malcolm Todd: Chapter Zero

Hier gehts nun um policies. Könnte spannend werden!

Terminologie: Todd sieht Probleme darin, dass manche Länder keinen adäquaten Begriff für "record" haben. Oft wird "record" nur als Archivakt gesehen, und nicht als lebendiges Dokument in einem System. Daher fordert Todd ein Glossar und eine Übersetzung des "key concepts" in die wichtigsten Sprachen der Union.

Policy Differences: Verschiedene rechtliche Rahmen, verschiedene archivische Schwerpunkte und archivische Gesetze, Split zwischen EU-Richtlinien, nationale Gesetzgebung und Regultiven.
Digitale Signatur (chapter 10.8): Neue Mitglieder der EU haben das noch nicht implementiert. Aber auch bei den anderen Staaten große Unterschiede. Todd stellt auch große Unterschiede im Umgang mit Signaturen im öffentlichen und privaten Sektor fest.
Dazu kommen noch "Preservation issues" bei digitalen Signaturen: Es ist unklar wie man damit umgeht. Wird das rechtlich geregelt oder technisch in einem Archivierungssystem? Wie wird die Übergabe von Daten an das Archiv gesehen? Als egovernment Prozess oder als verschlüsselte Transaktion?

Zusammenfassend gibt Todd einen Überblick über die Fussangeln, die Archive bei der Archivierung elektronischer Daten drohen können. Rechtliche Probleme, fehlende Archivgesetzgebung, überzogene Erwartungen, Zeitdruck

Back again - Die Moreq Panel Discussion startet

Stand: Nach 15 Minuten noch immer nix substantielles. Andrea Haenger (Bundesarchiv Koblenz) lobt die Detailliertheit von Moreq2, die eine gute Anleitung für die Industrie bietet. Sie ist der Ansicht, dass DOMEA einen Fokus auf Workflow und Management hat, aber vor allem die technischen Standards von Moreq2 werden auf Domea Auswirkungen haben, da diese in Domea nicht mehr weiterentwickelt werden. Der nächste Sprecher betont den offenen Ansatz von Moreq2 und die Zertifizierung. Francisco Barbedo vom portugiesischen Staatsarchiv ist der Ansicht, dass Moreq2 vor allem zur Verbreitung von Standards in der Industrie wichtig ist, da man die Erfahrung gemacht hat, dass viele Produkte überhaupt keinen Ansprüchen und Standards genügt haben. Daher hat Portugal als erstes Land Moreq aus dem Englischen übersetzt. Das Problem ist oft, dass es keinerlei Ahnung von Records Management gibt, diese Funktion nehmen oft Archivare wahr (was ja an sich gut ist).

In der Diskussion wird Kritik an Moreq2 laut, da dieser Standard quasi ein "Rolls-Royce" ist und nur auf Nationalarchive zugeschnitten ist. Simpel sei hier gar nix. Die Anforderungen werdem immer mehr, kaum jemand braucht alle Dinge, die hier angeboten werden. Ahja, es sollte erwähnt werden, dass Moreq2 ein Angebot an die Aktenproduzenten ist.. Auch in den Ganggesprächen ("Flurfunk") wird moniert, dass Moreq2 überfrachtet ist.
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Zuletzt aktualisiert: 12. Jun, 10:33

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